Jungenarbeit im Fokus für Geschlechtergerechtigkeit

„Ohne ein wenig Fachliteratur läuft hier nix!“

In den Monaten September und Oktober stand in der Jungenzeit ein Thema im Mittelpunkt, das aktueller kaum sein könnte: Geschlechtergerechtigkeit.
Mit Unterstützung des Frauenbüros, das fachliche Materialien bereitstellte, setzten sich die Jugendlichen mit vielfältigen Inhalten auseinander. Dabei ging es sowohl um die Erfolge von Frauen in der Weltgeschichte als auch um sensible Themen wie Zwangsheirat, Femizide und queeres Leben in Vergangenheit und Gegenwart.

Die Jungenzeit findet jeden Mittwochabend von 20:00 bis 22:00 Uhr statt und verbindet Wissensvermittlung mit Gemeinschaftserlebnissen. Der Abend beginnt meist mit einem kurzen Impuls von etwa 15 Minuten, der durch Schätzfragen, kleine Spiele und interaktive Elemente aufgelockert wird. So entsteht eine lockere Atmosphäre, in der die Teilnehmenden mitdenken, sich einbringen und offen über unterschiedliche Perspektiven sprechen können ohne Druck und vor allem ohne erhobenen Zeigefinger.

Im Anschluss wird gemeinsam gekocht, gegessen und weiterdiskutiert. Dabei wird deutlich, dass der Austausch über wichtige gesellschaftliche Themen Spaß machen kann und ganz selbstverständlich Teil eines gemütlichen Abends ist.

Ziel ist es, die Jungenarbeit als Raum zu gestalten, in dem Respekt, Vielfalt und Gleichberechtigung selbstverständlich gelebt werden. Die jungen Männer erhalten die Möglichkeit, sich mit Rollenbildern und eigenen Vorstellungen auseinanderzusetzen und zu reflektieren, wie ein gerechtes und diskriminierungsfreies Zusammenleben aussehen kann.