11. Februar: "Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft"

Was haben unsere heutigen Handys mit einer 1914 geborenen Schauspielerin zu tun?

 

Mehr Frauen in die Wissenschaft! Das soll durch den "Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft" erreicht werden. Er findet immer am 11. Februar statt.

Weltweit sind nur ein Drittel aller Forscher*innen Frauen! Um das zu ändern, wurde 2015 der "Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft" von der Unesco ins Leben gerufen. Er soll daran erinnern, dass der Zugang zu Bildung und Technologien für Mädchen und Frauen besser ermöglicht und gefördert wird.

Weibliche Vorbilder gibt es viele – zum Beispiel Marie Curie, die zusammen mit ihrem Mann die Radioaktivität entdeckt hat oder Hedy Lamarr, die eine Technik entwickelt hat, die Grundlage für unsere heutige Mobilfunktechnik ist.


Marie Curie

Marie Curie war eine Physikerin und Chemikerin aus Polen. Sie war mit dem französischen Physiker Pierre Curie verheiratet. Marie Curie ist die einzige Frau, die zwei Nobelpreise bekam, nämlich in Chemie und Physik. Später setzte sie sich unter anderem dafür ein, dass mehr Frauen studieren durften.

Bekannt wurde sie wegen ihrer Forschung zu radioaktiven Verbindungen mit Uran. Der Begriff „radioaktiv“ wurde von Marie Curie erfunden. Er bedeutet, dass Atome, wie zum Beispiel von Uran, zerfallen, weil ihr Kern nicht stabil ist. Zusammen mit ihrem Mann entdeckte Marie Curie auch neue chemische Elemente, wie das Polonium und das Radium.

 

Hedy Lamarr

Hedy Lamarr wird am 9. November 1914 als Hedwig Kiesler in Wien geboren.

Eigentlich arbeitet die "schönste Frau der Welt", wie sie von vielen genannt wird, als Schauspielerin in Hollywood. Was die wenigsten wissen: Abseits vom Rampenlicht ist sie eine begeisterte Erfinderin. In ihrem Labor suchte sie nach einer Möglichkeit, Funkverbindungen sicherer zu machen.

Gemeinsam mit dem Komponisten George Antheil findet sie schließlich die Lösung: Die Frequenz muss ständig gewechselt werden! Das sogenannte "Frequenzsprungverfahren" war erfunden. Im Jahr 1941 meldet sie ihre Idee gemeinsam mit George Antheil als Patent an.

Diese Erfindung gilt als Grundlage für Technologien wie GPS, Wi-Fi und Bluetooth und steckt also auch in unseren Handys.

Anerkennung dafür bekommt Hedy erst kurz vor ihrem Tod. Im Jahr 1997, wird sie mit dem Electronic Frontier Foundation Pioneer Award gewürdigt. 1998 bekommt sie den österreichischen Erfinderpreis.

Nur drei Jahre später, am 19. Januar 2000, stirbt sie im Alter von 86 Jahren.

Inzwischen wird in vielen Ländern der "Tag der Erfinder" am 9. November gefeiert - dem Geburtstag von Hedy Lamarr.

 

 

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Viel Spaß dabei!