Mit „freii" zu einem bewussteren Umgang mit dem Smartphone
Handy aus? Klingt einfacher, als es ist. TikTok, Instagram, YouTube und der Gruppenchat laufen gefühlt rund um die Uhr – und plötzlich ist der ganze Abend weg, obwohl man „nur kurz" reinschauen wollte. Das liegt vor allem daran, dass diese Apps so designed sind, dass sie süchtig machen. Genau hier setzt freii an: eine kostenlose App, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt, sondern dabei hilft, den eigenen Medienkonsum besser zu verstehen und bewusster zu steuern. Gute Nachricht für Schulen im Regionalverband Saarbrücken: Ab sofort könnt ihr uns einladen und mit dem 21-Tage-Programm starten.
Was ist freii?
freii ist ein Medienpräventionsprogramm für Jugendliche zwischen 11 und 15. Natürlich dürfen aber auch jüngere Kinder und ältere Jugendliche sie ausprobieren und vor allem auch ihre Eltern (die haben genauso große Probleme das Handy auszuschalten wie ihre Kinder!). So entstehen echte Gesprächsanlässe in der Familie – statt der üblichen Diskussion über Bildschirmzeiten.
Gemeinsam in der Klasse, mit Lehrkräften und sogar den Eltern sammeln die Schülerinnen und Schüler Punkte, um einen gemeinsamen Highscore zu erreichen. Die besten 25 Klassen bundesweit haben die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von 500€!
Die App gibt es kostenlos im App Store und bei Google Play.
So funktioniert die 21-Tage-Challenge
Über drei Wochen erhalten die Teilnehmenden täglich eine kurze Challenge – meist nur 3 bis 7 Minuten. Die Aufgaben sind abwechslungsreich:
- Quizfragen zu Themen wie Dark Patterns, Algorithmen und FOMO.
- Selbsttests zum eigenen Nutzungsverhalten.
- Offline-Aktivitäten – zum Beispiel das Handy für ein paar Stunden wegschließen oder Zeit mit Freund*innen außerhalb des Bildschirms verbringen.
Vier digitale Guides – Melina, Kiana, Dennis und Luis – begleiten durch das Programm mit Videos und Erklärungen.
Was bringt das Ganze?
Eine wissenschaftliche Evaluation des Bundesministeriums für Gesundheit hat das Programm zwischen Februar und Juli 2025 untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Jugendliche lernen, Warnsignale für riskante Mediennutzung zu erkennen und bekommen konkrete Ideen für medienfreie Freizeitgestaltung.
Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streeck bringt es auf den Punkt: "Es geht nicht darum, wie viele Stunden jemand am Handy ist – sondern darum, was im echten Leben vernachlässigt wird. Weniger Zeit mit Freund*innen, seltener gemeinsames Essen, zu wenig Schlaf."
So könnt ihr mitmachen
Für Schulen im Regionalverband Saarbrücken: Ladet uns für die Begleitung des freii-Programms ein. Wir übernehmen die Auftakt- und Abschlussveranstaltung und unterstützen bei der Umsetzung im Klassenverband.
Für Jugendliche und Familien: Die App ist kostenlos und benötigt nur einen anonymen Benutzernamen – keine persönlichen Daten.
Kontakt: Marco Fuchs
marco.fuchs@rvsbr.de
0681 506-5249
Hier geht’s zur Website: Home Page - freii
Interessierte Lehr- und Fachkräfte finden hier die wichtigsten Antworten zu den häufigsten Fragen:








